1860 empfängt den FC Energie: Was für wen spricht

Im Grünwalder Stadion kommt es am Samstag zum Duell zwischen 1860 München und Energie Cottbus. Im Vorfeld analysiert liga3-online.de, was für wen spricht.
Form: Auch, wenn sich die Löwen zuletzt unglücklich mit 0:1 in Osnabrück geschlagen geben mussten. Mit zehn Punkten aus den letzten fünf Partien belegt 1860 in der Formtabelle zusammen mit Arminia Bielefeld den zweiten Platz. Nur Spitzenreiter Dynamo Dresden war noch etwas besser (elf Punkte). Energie hat die letzten beiden Spiele indes zwar gewonnen, allerdings kamen die Siege durch strittige Elfmeter eher glücklich zustande. Davor gab es aus drei Partien nur einen Punkt.
Gesamtbilanz: Laut "fussballdaten.de" standen sich beide Klubs in der Historie bislang 23 Mal gegenüber. Fast die Hälfte der Spiele ging an die Löwen (elf), während sich Energie erst siebenmal durchsetzen konnte. Das Hinspiel konnte der FCE zwar deutlich mit 5:1 für sich entscheiden, davor waren die Sechzger aber fünfmal in Folge ungeschlagen geblieben und hatten drei Partien hintereinander gewonnen. Im heimischen Grünwalder Stadion sind die Löwen seit genau 14 Jahren ohne Niederlage gegen Cottbus.
Energie mit Personalsorgen: Zwar sind auch bei 1860 München nicht alle Spieler fit – unter anderem droht Stammkeeper Marco Hiller auszufallen -, doch die Personalprobleme bei den Lausitzern sind noch mal deutlich größer. Mit Niko Bretschneider (Hand-OP), Filip Kusic (Rot-Sperre) und Henry Rorig (Bauchmuskelverletzung) fallen gleich drei Stammspieler sicher aus. Zudem ist fraglich, ob Yannik Möker und Timmy Thiele, der schon seit Wochen mit Kniebeschwerden zu kämpfen hat, fit genug für einen Einsatz sind.
Bethke als starker Rückhalt: Dass Energie Cottbus in 30 Spielen nur 34 Gegentore hinnehmen musste, ist vor allem der Verdienst von Torhüter Elias Bethke. Schon elfmal blieb der 22-Jährige ohne Gegentreffer – Spitzenwert in der 3. Liga. Auch im Duell mit Erzgebirge Aue parierte Bethke am vergangenen Samstag mehrfach stark und wurde anschließend zum "Spieler des Spieltages" gewählt. "Wenn der nicht Bundesliga-Torwart wird …", glaubt Trainer Claus-Dieter Wollitz an eine große Zukunft des 22-Jährigen.
Gute Erinnerungen: Die Gesamtbilanz geht zwar an die Löwen, dafür konnte Energie das letzte Duell mit den Münchnern im vergangenen Oktober deutlich mit 5:1 gewinnen. Und das vor allem aufgrund einer gnadenlosen Effizienz, landeten doch alle fünf Schüsse aufs Tor auch tatsächlich im Kasten. Entsprechend gut sind die Erinnerungen der Lausitzer an den TSV. Die Motivation, erneut einen Sieg gegen 1860 einzufahren, wird entsprechend hoch sein.
1860 heimschwach: Während Energie in der Auswärtstabelle den zweiten Platz belegt, ist 1860 im heimischen Stadion das zweitschwächste Team. Gerade mal 15 Punkte konnte der TSV vor eigener Kulisse bislang einfahren und blieb zwischen Anfang November und Anfang März sogar fünfmal hintereinander ohne Sieg. Zuletzt gab es zwar zwei Siege in Folge, in beiden Fällen gewann 1860 allerdings "nur" mit einem Tor Differenz und musste bis zum Ende zittern.