Aalen rennt HFC-Blitzstart hinterher: "Tut mir Leid für die Mannschaft"

Einen Rückgabefehler von Torben Rehfeldt nutzte Halles Marvin Ajani eiskalt aus und netzte zur Führung für den HFC – in der zweiten Minute. Den Treffer konnte der VfR Aalen trotz Leistungssteigerung nicht mehr ausgleichen. Verteidiger Rehfeldt zeigte sich untröstlich.
Rehfeldt im Unglück
Torben Rehfeldt staunte nicht schlecht, als Marvin Ajani plötzlich an ihm vorbeistürmte, sich die zu kurz geratene Kopfball-Rückgabe zu Keeper Bernhardt schnappte und gnadenlos zum 1:0 für den Halleschen FC vollstreckte. Nur Sekunden waren gespielt, da rannte der VfR Aalen bereits einem individuellen Aussetzer hinterher: "Ich bin megaenttäuscht. Mein Fehler nach 90 Sekunden hat dazu beigetragen, dass wir schlecht ins Spiel gekommen sind", zeigte sich der Verteidiger nach der Partie am "Telekom-Mikrofon" bestürzt: "Das kann ich anders lösen, muss es sogar anders lösen. Das wir dadurch jetzt 1:0 verlieren, tut mir leid für die Mannschaft."
Denn: Den frühen Rückstand holte der VfR nicht mehr auf. Gerade in der ersten Halbzeit mussten sich die Gäste bei Torhüter Bernhardt und der Abschlussschwäche des HFC bedanken, dass sie nicht noch mehr Gegentore zur Halbzeit hinnehmen mussten: "Wenn du dir in der zweiten Minute schon so ein Tor fängst, dem Gegner selber auflegst – worauf wir hingewiesen haben, dass die Hallenser durchlaufen – dann ist es natürlich schwer“, kritisierte Trainer Argirios Giannikis: "Dann haben wir zwei, drei Mal Glück gehabt. Das ärgert mich, weil sich Geschichte wiederholt. Wir haben auch in vergangenen Spielen schon Tore aufgelegt. Da musst du cleverer sein, kein Risiko gehen und den Ball nach vorne schlagen."
Leistungssteigerung bringt nichts mehr ein
Der VfR musste sich erst einmal von dem frühen Schock erholen und kam überhaupt nicht ins Spiel. Doch dann begannen die Aalener, sich zu steigern: "Die ersten 20 Minuten hat man gemerkt, dass wir noch gar nicht da waren. Später wurde es besser, da hatten wir mehr Räume", befand Torben Rehfeldt: "Und nachdem wir in der Halbzeit umgestellt hatten, kamen wir erst richtig durch."
Vielmehr nahm der VfR das Spiel in der zweiten Hälfte komplett in die Hand: Plötzlich spielte die Giannikis-Elf wie ausgewechselt, arbeitete konzentriert nach vorne wie nach hinten. Doch der HFC stand sicher – und brachte die Führung über die Zeit: "Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir vielleicht noch einen Punkt verdient gehabt. Wir ärgern uns über die erste halbe Stunde", so der VfR-Coach. Das fand auch Torben Rehfeldt, der nun besonders motiviert in die Partie gegen den Karlsruher SC geht: "Das nächste Spiel ist schon am Mittwoch, da können wir es gleich wieder gut machen."