Alemannia Aachen: Auch Momen tritt aus Aufsichtsrat zurück

Der Gerichtsprozess gegen Kevin P., ein Hooligan mit rechtsextremer Vergangenheit und mehrfach vorbestrafter Anhänger von Alemannia Aachen zieht weitere personelle Konsequenzen bei den Schwarz-Gelben mit sich: Nachdem bereits in der vergangenen Woche der Aufsichtsratsvorsitzende Marcel Moberz von seinem Amt zurückgetreten war, hat nun auch Osama Momen sein Mandat niedergelegt. 

"Wichtig, das Ruhe einkehrt"

Momen verteidigt den angeklagten Kevin P. im derzeit andauernden Prozess, was zuletzt vermehrt für Diskussionen im Verein sorgte und am Montag auch in einer Krisensitzung der Alemannia zur Sprache kam. Seine Entscheidung zur Niederlegung des Amtes begründete er in der Pressemitteilung vom Donnerstagnachmittag insbesondere mit der aktuell herrschenden Unruhe im Verein.

Momen erklärte, dass er "aufgrund der Geschehnisse in den vergangenen Wochen und Monaten im Zusammenhang mit der Alemannia nach reiflicher Überlegung" zu dem Entschluss gekommen sei, das Amt niederzulegen. Er betonte, dass es im Sinne des Vereins wichtig ist, "dass Ruhe einkehre, damit die entscheidenden Handlungsträger ihren Aufgaben bestmöglich nachgehen können".

Seit 2021 Teil des Aufsichtsrats

Der Anwalt war seit 2021 Teil des Aufsichtsrats der Alemannia Aachen GmbH. Daran sollte sich auch trotz der Mandatsübernahme von Kevin P. zunächst nichts ändern, da der Aufsichtsrat einen möglichen Interessenskonflikt bereits zu Beginn prüfte, aber nicht bestätigen konnte.

Nachdem der Druck mit Prozessbeginn nun noch einmal zunahm, entschied sich Momen nun für den eigenständigen Rückzug, bedankte sich in der Abschiedsmitteilung allerdings noch einmal für das ihm entgegengebrachte Vertrauen der Verantwortlichen.

   

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