Aue weiter mit großen Sorgen: Nur 14 Feldspieler im Training

Auch vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart II (Samstag, 14 Uhr) plagen den FC Erzgebirge Aue große Personalsorgen. Nach Angaben der "Freien Presse" waren am Donnerstag gerade mal 14 Feldspieler im Training.
Härtel hält sich bedeckt
Auf wenn können die Veilchen am Samstag setzen? Im Rahmen der Spieltags-Pressekonferenz wollte sich Trainer Jens Härtel nicht konkret äußern: "Es macht wenig Sinn, jetzt etwas zu sagen, weil es eine Tagesgeschichte ist, die sich ändern kann." Somit bleibt offen, ob neben den 14 Spielern, die am Donnerstag auf dem Platz standen, noch weitere Akteure bis Samstag fit werden. Mika Clausen, Kilian Jakob und Linus Rosenlöcher fehlten der Zeitung zufolge im Training, während Marvin Stefaniak zumindest schon wieder einige Läufe absolvieren konnte.
Die Stimmung sei trotz der angespannten Personallage, die Härtel in dieser Form noch nie in seiner Karriere erlebt habe, und der aktuellen Negativserie mit zuletzt drei Niederlagen in Folge aber gut. Laut dem Coach würden die Spieler einen "gespannten, aber fokussierten Eindruck" machen und hätten auch die bittere Niederlage in Cottbus am vergangenen Samstag verdaut. Gegen Stuttgart II soll unbedingt ein Sieg her, allerdings sei der Aufsteiger "kein Selbstläufer", warnte Härtel, nachdem der VfB in den letzten Wochen unter anderem Dresden, Cottbus und Saarbrücken geschlagen hatte.
"Geht um Punkte"
"Das ist keine Laufkundschaft", so der 59-Jährige. "Bei zweiten Mannschaften ist es in der Regel so, dass sie eine bessere Rückrunde als Hinrunde spielen." Das ist auch bei Stuttgart der Fall. Entsprechend gelte es, alle Kräfte zu mobilisieren, mit Zweikampfstärke dagegenzuhalten und "sie hier zu schlagen". Auch mit dem Support der Fans, die dazu aufgerufen haben, zahlreich ins Stadion zu kommen. Härtel erhofft sich eine "totale Unterstützung" und ein "gut gefülltes Stadion", damit die Mannschaft in der Lage sei, "das eine oder andere Prozent mehr rauszuhauen".
Am Samstag gehe es dann nicht darum, "die Sterne vom Himmel zu spielen, sondern um Punkte". Den Matchplan der letzten Wochen über den Haufen werfen und plötzlich mit langen Bällen agieren, will Härtel nicht. Stattdessen gelte es, "eine gute Balance hinzubekommen". Damit die drei Punkte im Erzgebirge bleiben und die Veilchen nicht noch weiter abrutschen. Derzeit beträgt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze nur noch vier Punkte.