Befürchtungen bestätigt: Saison-Aus für Bielefelds Uldrikis
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Bereits unmittelbar nach dem Pokal-Coup gegen Werder Bremen hatte Arminia-Coach Mitch Kniat einen Kreuzbandriss bei Roberts Uldrikis befürchtet, genauere Untersuchungen bestätigten die böse Vorahnung nun. Damit ist die Saison für den Angreifer gelaufen.
Mit der Trage vom Platz gebracht
Etwas mehr als eine Stunde war am Dienstagabend gespielt, als der erst sieben Minuten zuvor eingewechselte Uldrikis beim Aufkommen mit dem Bein nach innen wegknickte und zu Boden ging. Sofort war klar: für den Winter-Neuzugang geht es nicht mehr weiter. Nach einer minutenlangen Behandlung auf dem Platz wurde der 26-Jährige – unter dem Applaus der Fans – auf einer Trage vom Feld und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Dort bestätigten sich nun die Befürchtungen eines Kreuzbandrisses. Der Angreifer muss sich in den nächsten Tagen einer Operation unterziehen und fällt damit monatelang aus. Die Saison ist gelaufen.
"Diese Diagnose ist für Roberts persönlich aber auch für unser Team eine äußerst bittere und traurige Nachricht", sagt Sport-Geschäftsführer Michael Mutzel. "Er hat sich sehr schnell in unsere Mannschaft integriert und sportlich sowie charakterlich sofort überzeugt." Die medizinische Abteilung werde ihn nun intensiv begleiten und einen detaillierten Behandlungsplan erstellen. "Wir wünschen ihm auf diesem Weg nur das Beste und sind überzeugt davon, dass er nach seiner Rehabilitation wieder eine wichtige Rolle in unserem Team einnehmen wird", so Mutzel.
"Tut natürlich weh"
Uldrikis schildert die Situation, die zur Verletzung geführt hat, so: "Schon in dem Moment, als ich auf dem Boden aufkam, habe ich gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Dass sich meine Befürchtung bewahrheitet hat, tut natürlich weh." Erst in der Winterpause war der Stürmer vom griechischen Erstligisten Athens Kallithea verpflichtet worden und seitdem in allen sechs Partien zum Einsatz gekommen. Am vergangenen Freitag war der 26-Jährige mit einem Tor und einer Vorlage der überragende Mann beim 3:0-Erfolg gegen 1860 München.
"Ich habe mich hier von Anfang an sehr wohlgefühlt und wurde super aufgenommen – sowohl menschlich als auch sportlich", sagt Uldrikis. "Jetzt wünsche ich den Jungs, dass sie die aktuelle Euphorie weitertragen und als Team noch enger zusammenrücken. Sobald es mir möglich ist, werde ich wieder eingreifen und die Mannschaft unterstützen." Dass seine Mitspieler auch nach dem Pokal-Triumph an ihn dachten, zeigte sich bei der Feier mit den Fans, als sie das Trikot des Angreifers mit der Rückennummer 28 nach oben hielten. Eine tollte Geste der Arminen, die den Pokalerfolg teuer bezahlen müssen.