Cottbus mit Personalsorgen: Startelf "ein interessantes Puzzle"

Erstmals in dieser Saison ist der FC Energie Cottbus auf einen Abstiegsplatz gerutscht. Für den Trainer ist das kein Thema: Claus-Dieter Wollitz legt den Fokus auf die nächste Partie – und die aktuelle Personalsituation bei den Lausitzern.
Cottbus erstmals im Keller
Am Samstag tritt der FC Energie Cottbus im Wildparkstadion des Karlsruher SC an. Nachdem die Partie gegen den Halleschen FC im Rahmen der Englischen Woche verlegt wurde, muss der FC Energie nun wieder in Tritt kommen – gerade mit Blick auf die Tabelle und die letzten Ergebnisse.
Denn aktuell steht der FC Energie mit neun Punkten auf einem Abstiegsrang – bei einem Spiel weniger zwar, doch die letzten Ergebnisse lassen die Alarmglocken schrillen. Der gute Ligastart hatte die Erwartungen etwas anschwellen lassen, doch zuletzt ließ die Punkteausbeute zu wünschen übrig. Eine Situation, die Trainer Claus-Dieter Wollitz vorausgesehen hatte: "Ich habe vor mehreren Wochen schon gesagt, dass wir höchstwahrscheinlich den Klassenkampf bis zum letzten Tag bestreiten werden." Trotz der kleineren Ergebniskrise beschwichtigt der Coach auf der Pressekonferenz: "Ich habe uns das nicht gewünscht. Aber solche Situationen gibt es – gerade, wenn man seit sechs Spieltagen nicht mehr gewonnen hat." Auch, wenn es aktuell nicht immer für Cottbus laufe: "Man sollte optimistisch sein."
Unglückliche Phase soll am Samstag enden
Die letzten Gegner hießen Unterhaching, Würzburg, Meppen, 1860 München, Großaspach und, zuletzt, SC Preußen Münster. Ein nicht gerade einfaches Programm, bei dem auch zu bedenken ist, dass es oft knapp oder unglücklich für die Lausitzer ausging. Nur das Spiel gegen die Adlerträger endete deutlich mit 0:3 – ein Ergebnis, das man auch in Kraft umsetzen könnte: "Man sollte diese Enttäuschung und diese Wut nutzen, alles rauszuhauen und erfolgreich zu sein. Wenn wir einen guten Tag erwischen, werden wir auch am Samstag in der Lage sein, zu punkten."
Wollitz muss improvisieren
Schwierig stellt sich allerdings die Personalsituation auf dem Platz dar: Ganze fünf Ausfälle hat der Trainer zu kompensieren – und das gegen einen Gegner, der auch nicht gerade als schwach einzuschätzen ist. Top-Stürmer Streli Mamba fehlt gelbgesperrt. Kevin Scheidhauer und Daniel Stanese können nach Verletzungen noch nicht wieder mitwirken, auch Tim Kruse und Jonas Zickert fallen aus. Es fehlt also an Mittelfeldspielern: In der Zentrale können Marcelo oder Paul Gehrmann zum Einsatz kommen. Dafür sind sowohl Felix Geisler als auch Fabio Viteritti mit an Bord. "Das wird ein interessantes Puzzle", betonte der Coach. Ein Puzzle, das es schnell zu lösen gilt.