DFB begründet Einführung von Montagsspielen

Am 30. Juli ist es soweit: Lotte und Meppen tragen das erste reguläre Montagsspiel der Drittliga-Geschichte aus, 28 weitere Partien am Montagabend werden bis Mitte Mai folgen. Nachdem die Einführung der Montagsspiele in den vergangenen Wochen vor allem bei den Fans für Unmut sorgte, begründet der DFB die Entscheidung nun.

Verbesserung der Erlöse

Ginge es nach den Fans, würden alle Spiele am Samstagnachmittag ausgetragen werden. Doch vor dem Hintergrund der Diskussionen um die wirtschaftliche Stabilität der 3. Liga – gerade im Hinblick auf die TV-Gelder – sah sich der DFB als Liga-Träger in der Verantwortung, "die Erlössituation für die Klubs aus der Liga-Vermarktung zu verbessern." Um eine Steigerung der Erlöse erzielen zu können, sei es notwendig gewesen, "den TV-Partnern interessante Formate anzubieten und ihnen zu ermöglichen, die 3. Liga bestmöglich zu präsentieren."

Dies geschehe, so der DFB, zum einen durch eine zusätzliche Anstoßzeit am Sonntag sowie mit der Einführung des festen Montagsspiels. Mit dieser Ansetzung werde für die 3. Liga im wöchentlichen Live-Fußballprogramm ein eigener fester Ankerplatz geschaffen, "der die Wahrnehmung und die mediale Reichweite der 3. Liga stärken soll", hofft der DFB und betont: "Mehr Anstoßzeiten bedeuten mehr Sendezeiten und mehr Exklusivität. Dieses Ansinnen ist aus Sicht eines TV-Partners verständlich."

DFB will auf ausgewogene Verteilung achten

Durch den neuen TV-Vertrag, der mit Beginn der Saison 2018/19 in Kraft tritt und für die kommenden vier Jahre gilt, "ist eine Steigerung der Erlöse aus der TV-Vermarktung um 25 Prozent im Vergleich zur abgelaufenen Medienrechte-Periode gelungen", rechnet der DFB vor. Im Vergleich zur 2. Bundesliga müsse der DFB dabei "einen tatsächlichen Marktpreis erzielen", denn die 3. Liga könne nicht zusammen mit nachgefragteren Rechten vermarktet werden, wie es bei der 2. Liga mit der Bundesliga der Fall ist. Ein weiterer Punkt sei das Thema Sicherheit: "Eine Entzerrung der Spieltage in den Profi-Spielklassen erleichtert die Umsetzung der erforderlichen Sicherheitsvorgaben", so der DFB.

Die Fans, betont der Verband, sollen aber dennoch nicht vergessen werden. Allen Beteiligten sei bewusst, "dass die Fans mit ihrer Leidenschaft, ihrem Engagement und ihrem Herz für den Fußball zu den wichtigsten Bestandteilen unseres Sports gehören." Im Gegensatz zu vielen anderen Profiligen werde der Spieltag der 3. Liga nur bedingt auf verschiedene Tage verteilt: "Acht von zehn Partien des Regelspieltags werden zu frühen Nachmittagsterminen an Wochenendtagen angestoßen", so der DFB. "Diese Termine erschweren An- und Abreise nicht zusätzlich." Mit Blick auf die Montagsspiele will der DFB zudem auf eine ausgewogene Verteilung der Ansetzungen unter den 20 Vereinen achten.

Völlige Zerstückelung "kein Thema"

Dass die Einführung der Montagsspiele aber vor allem aus wirtschaftlicher Sicht getroffen worden ist, "ist nicht wegzudiskutieren", räumt der DFB ein. Es handele sich dabei aber um eine Entscheidung zu Gunsten der Vereine der 3. Liga, "denn an diese werden die Erlöse aus dem Medienrechte-Vertrag zu gleichen Teilen ausgeschüttet." Eine völlige Zerstückelung des Spieltags sei derweil aber weder im Sinne des DFB noch der Vereine, erst recht nicht der Fans, und ist daher kein Thema, stellt der Verband klar.

 

   

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