Energie Cottbus atmet auf und stoppt zwei Negativserien

Durchpusten in der Lausitz, Energie Cottbus kann doch noch gewinnen. Beim 2:1 gegen den FSV Zwickau stoppte der Aufsteiger am Samstag gleich zwei Negativserien. Und Streli Mamba hatte doppelten Grund zur Freude.

"Ein unbeschreibliches Gefühl"

Als Mike Könnecke den FSV Zwickau nach 24 Minuten in Führung brachte, schien sich das Bild der letzten Wochen fortzusetzen: Energie macht das Spiel und hat die bessere Chancen, jubeln dürfen aber nur die Gegner. "Nach dem Gegentor war es interessant zu sehen, wie wir reagieren", so Trainer Claus-Dieter Wollitz. Und was der Energie-Coach anschließend von seiner Mannschaft zu sehen bekam, dürfte ihn glücklich gestimmt haben: Noch vor der Pause traf Marcelo Freitas mit seinem ersten Drittliga-Tor sehenswert zum Ausgleich und beendete damit die Cottbuser Flaute von 479 Minuten ohne Tor. "Den Ausgleich haben wir heute dringend gebraucht", wusste Wollitz.

In der 60. Minute schlug dann die große Stunde von Streli Mamba, der den Ball im Liegen auf überaus artistische Weise im Tor unterbrachte (60.). Es war das erste Tor des 24-Jährigen seit zwei Monaten – und sorgte für doppelte Freude, nachdem Mamba am Freitagabend zum ersten Mal Vater geworden war. "Ein unbeschreibliches Gefühl", strahlte der Torschütze nach Spielende am "Telekom"-Mikrofon. Seinen Herz-Jubel erklärte der Stürmer so: "Die Geste war natürlich an meine Freundin und den Knirps gerichtet, die sich jetzt erholen sollen und dann bald nach Hause kommen."

Sonderlob für die Fans

Zwar war der Sieg am Ende durchaus etwas glücklich, da Zwickau in der Schlussphase dem Ausgleich immer näher kam, doch daran wollte sich Wollitz nicht lange aufhalten: "Für Siege muss man sich nicht entschuldigen", merkte er an: "Nach den vielen vergebenen Chancen in den vergangenen Wochen brauchten wir jetzt auch mal ein wenig das Glück." Auch José-Junior Matuwila zeigte sich im Gespräch mit der "Lausitzer Rundschau" sichtlich erleichtert über den ersten Sieg nach sieben Spielen: "Das hat einfach gut getan, nach so langer Zeit mal wieder zu gewinnen. Gerade zu Hause sind das ganz spezielle Gefühle." Der Rückstand sei zwar ärgerlich gewesen, habe die Mannschaft jedoch nicht an sich zweifeln lassen: "Es war spürbar, dass kein Knacks entstanden ist und wir trotzdem auf Sieg gespielt haben", analysierte Matuwila.

Ein Sonderlob sprach Wollitz derweil den Fans aus: "Das Publikum hat uns nach dem Rückstand super unterstützt. Das wird der Baustein für die nächsten Aufgaben sein." Zu einer ähnlichen Einschätzung kam auch Paul Gehrmann: "Ich habe heute auch nach dem Rückstand nicht gezweifelt. Mit den Fans im Rücken war mir klar, dass wir das Spiel heute irgendwie drehen."

Entscheidung bei Rangelov naht

Viel Zeit zum Freuen bleibt aber nicht, bereits am Mittwochabend steht das Nachholspiel gegen den Halleschen FC an: "Auch am Mittwoch gegen Halle werden uns die Fans wieder tragen. Mit dem Sieg im Rücken fällt dann alles viel leichter", blickte Gehrmann voraus. Und Fabio Viteritti betonte: "Zu Hause sind wir halt eine Macht. Halle kann sich auf Cottbus freuen, denn vor so einer Kulisse spielt man nicht jeden Tag."

Ob Dimitar Rangelov dann bereits zum Kader von Energie Cottbus gehört, ist noch offen. Im Gespräch mit "Telekom Sport" ließ Wollitz aber durchblicken: "Wir würden es natürlich gerne machen. Aber unsere finanziellen Möglichkeiten sind sehr überschaubar. Ich hoffe, dass wir nächste Woche Vollzug melden können – so oder so." Feststeht: "Rangelov ist mittlerweile richtig fit. Er ist Profi durch und durch", sagt Wollitz über den 35-jährigen Stürmer, der sich seit fünf Wochen im Probetraining befindet. Und einen weiteren Angrefer könnten die Lausitzer durchaus gebrauchen, um sich in der Tabelle von den Abstiegsplätzen zu distanzieren. Nach dem Sieg gegen Zwickau hat Energie die rote Zone erstmal verlassen, wenngleich der Vorsprung nur einen Punkt beträgt. Am Mittwoch kann sich Cottbus dann weiter absetzen.

 

   

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