FCK: Aufsichtsrat gewählt – Millionen-Darlehen für den e.V.

Im Rahmen der ersten digitalen Jahreshauptversammlung der Vereinsgeschichte haben die Mitglieder des 1. FC Kaiserslautern in der Nacht von Freitag auf Samstag den Aufsichtsrat für die nächsten drei Jahre gewählt. Derweil wurde bekannt, dass der e.V. ein Millionen-Darlehen erhalten hat.
Merk und Co. wiedergewählt
Neun Kandidaten standen für die Wahl zum Aufsichtsrat bereit, am Ende einer über sechsstündigen Mitgliederversammlung, an der rund 2.300 Mitglieder teilnahmen, machten Martin Weimer (1.871 Stimmen), Rainer Keßler (1.845), Bernhard Koblischeck (1.717), Markus Merk (1.715) und Fritz Fuchs (1.066) um kurz nach Mitternacht das Rennen. Weimer, Keßler, Merk und Fuchs wurden damit wie erwartet wiedergewählt. Johannes B. Remy (762), Valentin Helou (358) und Carsten Krick (209) fungieren als Nachrücker, Udo Zender bekam derweil nur 66 Stimmen.
Wer in den Beirat der ausgegliederten Kapitalgesellschaft entsendet wird, steht noch nicht fest. Klar scheint aber bereits: Die Investoren sollen künftig einen zweiten Sitz im fünfköpfigen Gremium erhalten, wie "Der Betze Brennt" berichtet. Dafür muss zunächst aber die Satzung geändert werden, denn bislang waren pro Sitz 20 Prozent der Anteile erforderlich. Die regionalen Investoren waren im vergangenen Herbst mit elf Millionen Euro eingestiegen und hatten dafür 33 Prozent der Anteile erhalten.
e.V. tief im Minus
Den FCK e.V. unterstützen die Investoren im Gegenzug mit einem Darlehen in Höhe von 1,05 Millionen Euro. Mit dem Geld, das zu einem späteren Zeitpunkt in Eigenkapital umgewandelt werden soll, kann die nächste Schuldenrate bei Finanzdienstleister Quattrex bezahlt werden. Zudem ist der Verein durch das Darlehen nun zum Ende des Jahres abgesichert.
Eine gute Nachricht für den FCK, schließlich beträgt der Schuldenberg des e.V. zum Stichtag im Januar 2021 rund 6,2 Millionen Euro – allein in der vergangenen Saison wurde ein Minus von 5,37 Millionen Euro verbucht. Das lag zum Großteil aber an den Verlusten aus der insolventen FCK-Kapitalgesellschaft, da die Gläubiger ein sogenanntes Durchgriffsrecht in Höhe von knapp vier Millionen Euro durchsetzen konnten. Die Kapitalgesellschaft ist durch das Insolvenzverfahren derweil schuldenfrei.