1:0 in Aachen: Arminia verdrängt den FCS vom Relegationsplatz

Im späten Samstagsspiel gewann Arminia Bielefeld mit 1:0 bei Alemannia Aachen und verdrängt den 1. FC Saarbrücken damit von Platz 3. Den einzigen Treffer des Tages erzielte Biankadi nach 57 Minuten, während Alemannia-Keeper Olschowsky auf der Gegenseite vom Feld gestellt wurde.
El-Faouzi an die Latte
Alemannia-Chefcoach Heiner Backhaus wechselte im Vergleich zum vergangenen 2:0-Sieg in Unterhaching nur auf einer Position: Bahn musste Gaudino ersetzen, der wegen Sehnenproblemen nicht einsatzbereit war. Bei der Arminia tauschte Trainer Mitch Kniat nach dem historischen 2:1-Sieg im Pokal drei Spieler aus: Lannert, Young und Kania durften anstelle von Hagmann, Sarenren Bazee und Schreck starten, Letzterer verpasste die Partie aufgrund von Rückenbeschwerden.
Die Pokalhelden taten sich zunächst schwer gegen hoch stehende Aachener, welche früh den Ball eroberten und den Bielefeldern kaum Räume zum Atmen gaben. In der 7. Spielminute kam Heister dann frei zum Abschluss, setzte die Kugel aber knapp am linken Pfosten vorbei. In der Folge zeigten sich die Hausherren weniger aggressiv, doch die Gäste fanden keine Antwort auf die Frage, wie man in den gegnerischen Sechzehner gelangen sollte. Auf der anderen Seite wurde es deutlich gefährlicher, als El-Faouzi von der rechten Strafraumkante einfach mal draufhielt und das Leder gegen die Latte knallte (24.).
Der DSC übernahm zwar die Rolle als Ballträger und versuchte das Spiel von hinten aufzubauen, allerdings wurden die Anspielstationen früh zugemacht, woraufhin es Bielefeld mit langen Bällen versuchte, welche in einem Großteil der Fälle beim Gegner landeten. 'Hoch und weit bringt Sicherheit', dachten sich auch die Hausherren, worunter die Ansehnlichkeit der Partie deutlich litt. Verletzungspausen unterbrachen ebenfalls den Spielfluss: Erst musste Bahn behandelt werden (35.), ehe Scepanik und Lannert mit den Köpfen aneinander rauschten (38.). Wörl, der am Dienstag noch maßgeblich am Pokalerfolg gegen Leverkusen mitbeteiligt war, schien noch müde zu sein und war bis dato überhaupt gar kein Faktor in der Partie. Aufgrund einer Unterbrechungen gab es drei Minuten an Nachspielzeit, in denen Corboz einen Kopfball weit am Kasten vorbeizielte (45.+2).
Biankadi trifft, Olschowsky fliegt
Mitch Kniat war nicht zufrieden mit der offensiven Performance seiner Mannschaft und wechselte mit Kunze, Sarenren Bazee und Biankadi gleich drei frische Kräfte zum Start der zweiten Hälfte ein. Die Wechsel brachten neuen Schwung ins Bielefelder Spiel, Lannert erzielte beinahe den Führungstreffer (49.). Doch auch die Gäste erhöhten das Tempo. In der 53. Minute rettete erneut die Torstange für den DSC, weil eine scharfe Hereingabe von Heinz nur an den linken Pfosten knallte. In dieser furiosen Phase behielten die Gäste das nötige Spielglück. Kunze band am Strafraum zwei Gegenspieler und fand Biankadi, der das Leder durch die Beine von Olschowsky tunnelte (57.).
Es kam anschließend noch härter für die Gastgeber: Olschowsky stürmte aus dem Kasten, um einem Ball zuvorzukommen, traf diesen aber nicht, sondern räumte Sarenren Bazee ab. Die Folge war der Platzverweis für den 23-jährigen Leihspieler (60.). Bördner kam für ihn die Partie, dafür gingen Heinz und Bahn runter. Aachen, das nun in Unterzahl war, hatte noch nicht aufgegeben, doch Scepanik (64.) und Bakhat (66.) fanden nur die Arme von Kersken. Bielefeld meldete sich in Form von Lannert an, dessen Schuss unglücklich abgefälscht wurde und beinahe ins Tor hineinfiel, wäre da nicht die Hand vom eingewechselten Bördner gewesen (70.). Bei Aachen lief im Anschluss wenig zusammen. Bielefeld kontrollierte die Partie und setzte durch lange Bälle immer wieder kleine Nadelstiche. Sarenren Bazee verpasste in der 81. Minute die Vorentscheidung, doch das 2:0 war nicht mehr nötig, um den Dreier aus Aachen zu entführen.
Durch den vierten Sieg aus den letzten sechs Partien sichert sich der DSC nicht nur drei Punkte, sondern auch den dritten Tabellenrang. Bereits am Dienstag spielen die Ostwestfalen wieder auf der Alm, diesmal heißt der Gegner Wehen Wiesbaden. Aachen hingegen muss nach drei Siegen in Folge wieder eine Niederlage hinnehmen und fällt auf den zwölften Platz zurück – bei weiter vier Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze. In Hannover will der Aufsteiger am Dienstag wieder einen Dreier mitnehmen.