"Lage ist sehr ernst": Endspiel für Pedersen in Meppen?

Nach der herben 1:4-Niederlage gegen den 1. FC Kaiserslautern muss Eintracht-Coach Henrik Pedersen um seinen Job bangen. Das Kellerduell bei Schlusslicht Meppen am Samstag könnte bereits das Endspiel für den 40-Jährigen sein.
Pedersen ratlos
Nur sieben Punkte, erst ein Sieg und der vorletzte Platz: Allein der Blick auf die Tabelle reicht aus, um die prekäre Lage bei Eintracht Braunschweig nach neun Spieltagen einzuordnen. Mit dem so wichtigen Sieg gegen Carl Zeiss Jena vor knapp einer Woche schien der Zweitliga-Absteiger die Wende geschafft zu haben, ehe er im Duell mit dem 1. FC Kaiserslautern einen bitteren Rückschlag hinnehmen musste. Trainer Henrik Pedersen wirkte nach Spielende ratlos: "Es ist schwer, etwas zu einem Spiel zu sagen, das man 1:4 verloren hat." Vor dem Krisenduell beim SV Meppen (Samstag, 14 Uhr) steht er nun enorm unter Druck, bei einer weiteren Niederlage dürften seine Tage nach dreieinhalb Monaten als Eintracht-Coach gezählt sein.
"Große Besorgnis"
Von einem Endspiel spricht Präsident und Aufsichtsratvorsitzender Sebastian Ebel in der "Braunschweiger Zeitung" zwar nicht, dafür aber von einem "extrem wichtigen Spiel." Die Lage sei "sehr ernst", dennoch appelliert Ebel: "Wir können nur alle Fans aufrufen, den Trainer und die Mannschaft zu unterstützen." Dass Pedersen der richtige Mann sei, davon ist der Präsident weiterhin überzeugt – wenngleich er eine "großen Besorgnis" einräumt: "Wir hatten damit gerechnet, dass der Neubeginn schwierig werden würde, aber so wie es im Moment läuft, ist das für alle sehr frustrierend."
Sieg gegen Meppen Pflicht
Vom direkten Wiederaufstieg spricht in Braunschweig schon lange keiner mehr, Abwehrspieler Niko Kijewski rief nach der Niederlage gegen Kaiserslautern gar den Abstiegskampf aus. Und der ist an der Hamburger Straße in der Tat nun Realität. Dass in den letzten Wochen durchaus eine Weiterentwicklung zu erkennen war, schlug sich auf dem Platz bisher kaum nieder. Auch Pedersen weiß: "Das ist Profifußball, es geht nur um die Punkte." Und sollte der BTSV am Samstag verlieren und damit zum zweiten Mal in dieser Saison auf den letzten Tabellenplatz abrutschen, wird der 40-Jährige wohl nicht zu halten sein.