Nach Braunschweig-Niederlage: Zimmermann auf Fehlersuche

Nachdem der FC Carl Zeiss Jena schon vor der Länderspielpause eine 0:2-Niederlage gegen Fortuna Köln einstecken musste, setzte es gegen Eintracht Braunschweig den nächsten Dämpfer: Gegen den bislang sieglosen Zweitliga-Absteiger kassierte die Mannschaft von Trainer Mark Zimmermann zwei späte, entscheidende Gegentore. Der Coach begibt sich auf Fehlersuche.
Jena verzettelt sich
Während sein Gegenüber, Eintracht-Trainer Henrik Pedersen, nach dem ersten Saisonsieg der Braunschweiger kaum glücklicher hätte sein können, zeigte sich Jena-Coach Mark Zimmermann auf der Pressekonferenz nach der Partie am Freitagabend etwas ratlos. Eigentlich hatte seine Mannschaft mehr vom Spiel gehabt, doch in der Schlussphase ging plötzlich nichts mehr zusammen. Was war passiert?
"Die erste Halbzeit war ausgeglichen", kommentierte Zimmermann die ersten 45 Minuten, in denen beide Mannschaften allerdings recht unkonzentriert den Weg nach vorne suchten. Der FCC versuchte sich vor allem spielerisch Chancen zu erarbeiten, musste sich aber kurz vor der Halbzeit bei Torhüter Coppens bedanken, ohne ein Gegentor in die Halbzeit zu gehen: "Da haben wir vielleicht ein kleines bisschen zu viel Risiko hinten gespielt haben. Da haben wir uns verzettelt."
Das zog sich auch durch die zweite Hälfte, die der FC zu Anfang eigentlich besser anging: "In der ersten Hälfte haben wir im Angriff vielleicht auch zu schnell den Weg ins Zentrum gesucht, in der zweiten Halbzeit haben wir es eindeutig besser gemacht, über die Flügel zu kommen." Jena erarbeitet sich Chancen durch Eckardt (56.), Wolfram (60.) und Tietz (67.), von den Gastgebern kam derweil nur wenig – trotzdem ging der FCC letztlich als Verlierer vom Platz.
Zerfall in der Schlussphase
In der 81. Minute vollstreckte der eingewechselte Yari Otto eiskalt zur Braunschweiger Führung, mit der letzten Aktion des Spiels ließ der 19-Jährige sogar noch das zweite Gegentor folgen: "Uns hat die Qualität gefehlt, unser Tor zu verteidigen. Der Ball kommt nach innen und dann haben wir absolut geschlafen, haben sogar eine Unterzahl vor dem eigenen Tor. Braunschweig nutzt das aus und gewinnt letztlich auch das Spiel." Es war das klassische 'wer sie vorne nicht macht, kriegt sie hinten': "Wir machen die Torchancen nicht, wir haben uns genügend rausgespielt. Vor allem der letzte Pass von Tietz auf Starke kam nicht. Dann ist es natürlich bitter, dass wir so in Rückstand geraten. Aber das ist nun mal Fußball."
Kurz nach dem ersten Gegentor sah Florian Brügmann darüber hinaus auch noch die rote Karte nach einem harten Einsteigen gegen den Braunschweiger Janzer. Wenig gute Nachrichten für den FC Carl Zeiss, dessen Trainer allerdings auch nicht alles schwarz malen wollte: "Ich hab der Mannschaft gesagt, und davon bin ich auch überzeugt, dass wir unsere Punkte holen wenn wir so weiterspielen." Aktuell steht der FCC auf Rang sechs, was sich im Verlaufe des Spieltags aber noch ändern kann. Am nächsten Spieltag wartet der nächste Absteiger auf die Zimmermann-Elf: In einer Woche geht es gegen den 1. FC Kaiserslautern.