Warum Slavov den VfR Aalen vorzeitig verlassen hat

Nach nur 50 Tagen war das Kapitel VfR Aalen für Myroslav Slavov am Sonntag auch schon wieder beendet. Aus "persönlichen Gründen", wie der VfR mitteilte, hat der 27-jährige Stürmer seinen noch bis 2019 laufenden Vertrag aufgelöst. Mittlerweile sind erste Hintergründe bekannt.
Enttäuscht über Nicht-Nominierung
Es mutet ein wenig seltsam an: Ohne ein einziges Pflichtspiel für den VfR Aalen bestritten zu haben, sucht der österreichische Stürmer nach nicht einmal zwei Monaten nun bereits wieder einen neuen Verein. Während die knappe Pressemitteilung des VfR am Sonntagvormittag keine genaue Erklärung für die überraschende Vertragsauflösung lieferte, bringt die "Schwäbische Post" nun etwas Licht ins Dunkel.
Demnach sollen Slavov bereits nach dem Testspiel gegen Holstein Kiel am Samstag vor einer Woche Zweifel gekommen sein, ob sein Spielstil zu dem von Trainer Argirios Giannikis favorisierten 4-3-3 passe. Ohnehin war der Stürmer in der Vorbereitung nicht erste Wahl, die hohen Erwartungen konnte er nicht erfüllen. Und als Slavov am Samstag für das Spiel gegen Wehen Wiesbaden nicht für den Kader nominiert worden war, hatte der Stürmer offenbar endgültig genug. Angeblich bat er direkt danach um die Auflösung seines Arbeitspapiers, packte seine Sachen und verließ noch während des Spiels das Stadiongelände.
Slavov spricht von "toller und intensiver Zeit"
Gegenüber der Zeitung wollte sich Slavov nicht näher äußern, sondern betonte lediglich, dass man "im Guten auseinandergegangen" sei. "Es war eine tolle und intensive Zeit mit den Jungs. Ich bin dem VfR Aalen unheimlich dankbar, auch für das Verständnis." Wohin es den aus Chemnitz gekommenen Stürmer nun zieht, ist offen. Klar ist nach Informationen der "Schwäbische Post" aber: Sollte Slavov bei einem Drittliga-Verein unterschreiben, wird wohl eine fünfstellige Ablösesumme fällig.
Der VfR will laut Präsidiumsmitglied Hermann Olschewski die Augen nach einem Ersatz "offen halten und den Markt sondieren". Die Not, "schleunigst jemanden verpflichten zu müssen", habe der VfR aber nicht. Mit dem Abgang von Myroslav Slavov endet unterdessen ein Missverständnis.